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Fragen und Antworten

Raumtemperatur senken oder nur die Raumluft bewegen?

Wenn Sie die Raumtemperatur tatsächlich senken möchten, ist der Unterschied zwischen Innen- und Aussentemperatur entscheidend. Ist es draussen dauerhaft kühler als im Raum, können ein geöffnetes Fenster und ein Ventilator helfen, die warme Luft nach aussen zu transportieren und die Raumluft angenehmer zu machen.

Ist die Aussentemperatur jedoch gleich hoch oder höher als die Innentemperatur, bewegt ein Ventilator die Luft nur, ohne sie aktiv zu kühlen. In diesem Fall benötigen Sie ein Klimagerät. Das gilt auch dann, wenn Sie das Fenster nicht über längere Zeit geöffnet lassen können oder eine spürbare Absenkung der Raumtemperatur, zum Beispiel um mindestens 2 °C, erreichen möchten.

Nein, ein Ventilator allein reduziert die relative Luftfeuchtigkeit nicht ausreichend. Er bewegt lediglich die Raumluft. Wenn die Luftfeuchtigkeit deutlich gesenkt werden soll, etwa von 75 % auf 55 %, ist ein Klimagerät sinnvoll, da es die Raumtemperatur senkt und der Luft beim Kühlen Feuchtigkeit entzieht.

Welche Klimaanlage geeignet ist und welche Leistung sie erbringen sollte, hängt von mehreren Faktoren ab. Wichtig ist zunächst die Raumgrösse, entweder als Fläche in Quadratmetern oder genauer als Raumvolumen in Kubikmetern. Je grösser der Raum, desto mehr Luft muss bewegt und gekühlt werden.

Ebenso entscheidend ist die Wärmelast. Dazu zählen zum Beispiel Sonneneinstrahlung, grosse Fensterflächen, schlecht isolierte Räume, technische Geräte, Personen im Raum oder warme Luft, die von aussen nachströmt. Zusätzlich spielt die gewünschte Abkühlzeit eine Rolle: Soll ein Raum sehr schnell heruntergekühlt werden, wird eine höhere Kühlleistung und Luftumwälzung benötigt als bei einer langsamen, gleichmässigen Temperatursenkung.

Um den passenden Kühlbedarf zu bestimmen, sollten Sie zunächst klären, welches Ziel Sie erreichen möchten. Geht es darum, die Raumtemperatur spürbar zu senken, und wenn ja, um wie viele Grad Celsius? Oder steht vor allem die Reduktion der Luftfeuchtigkeit im Vordergrund?

Hilfreich ist es, Ihr Haus, Ihre Wohnung oder Ihre Geschäftsräume in einzelne Räume oder Bereiche zu unterteilen. So lässt sich besser beurteilen, welche Zonen zuerst gekühlt werden sollen und ob es innerhalb eines Raumes bestimmte Bereiche gibt, die besonders stark von Wärme betroffen sind.

Achten Sie ausserdem auf mögliche Wärmequellen. Dazu gehören zum Beispiel Sonneneinstrahlung, grosse Fensterflächen, elektronische Geräte, Maschinen, Personen im Raum oder warme Luft, die von aussen eintritt. Wichtig ist auch, ob sich diese Bedingungen in den nächsten Tagen verändern, etwa durch Wetterwechsel, stärkere Nutzung des Raums oder zusätzliche Geräte.
Ja, allerdings oft nicht sofort. Räume, Wände, Böden und Möbel speichern Wärme über längere Zeit. Diese gespeicherte Wärme wird häufig als latente Wärme oder Hitzestau wahrgenommen. Deshalb kann ein Raum auch dann noch warm bleiben, wenn die Aussentemperatur bereits gesunken ist.

Wenn es draussen über mehrere Tage kühler wird und Sie die Fenster über längere Zeit öffnen können, lässt sich die gespeicherte Wärme nach und nach aus dem Raum abführen. Entscheidend ist dabei, dass genügend kühle Luft nachströmt. Ist der kühle Luftstrom stärker als die im Gebäude gespeicherte Wärme, kann sich der Raum langfristig wieder abkühlen.
Latente Wärme kann sich über mehrere Tage in einem Gebäude halten. Wände, Böden, Decken, Fensterflächen und Möbel nehmen Wärme auf und geben sie nur langsam wieder ab. Man kann sich diesen Effekt ähnlich wie bei einem Schwamm vorstellen: Das Gebäude speichert die Wärme und gibt sie erst nach und nach an die Raumluft zurück.

Wie schnell sich ein Hitzestau abbaut, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem die verwendeten Baustoffe, die Stärke der Sonneneinstrahlung, die Aussentemperatur, die Lüftungsmöglichkeiten und die Menge an frischer, kühler Luft, die in den Raum gelangt. In Wohnräumen kann es je nach Situation etwa 5 bis 10 Tage dauern, bis die gespeicherte Wärme deutlich reduziert ist.
Der Luftwechsel pro Stunde zeigt, wie oft die Luft in einem Raum innerhalb einer Stunde vollständig umgewälzt oder ausgetauscht wird. Dieser Wert ist wichtig, um einzuschätzen, welche Leistung ein Klimagerät oder Luftgebläse erbringen muss. Je grösser der Raum beziehungsweise das Raumvolumen in m³ ist, desto mehr Luft muss bewegt werden.
 
Zusätzlich spielen der Temperaturunterschied zwischen aktueller und gewünschter Raumtemperatur, die vorhandene Wärmelast, die Luftfeuchtigkeit und die gewünschte Abkühlzeit eine wichtige Rolle. Wenn ein Raum schnell heruntergekühlt werden soll oder laufend neue Wärme entsteht, ist ein höherer Luftwechsel erforderlich.
Wie viele Luftwechsel pro Stunde sinnvoll sind, hängt von Raumgrösse, Wärmelast, Nutzung und gewünschter Zieltemperatur ab. Als grobe Orientierung gilt: Je stärker ein Raum aufgeheizt wird und je schneller die gewünschte Temperatur erreicht werden soll, desto höher sollte der Luftwechsel sein.
 
Ein 2-facher Luftwechsel pro Stunde ist meist das Minimum. Er eignet sich für Räume mit geringer Wärmelast, bei denen die gewünschte Temperatur nur leicht von der aktuellen Raumtemperatur abweicht. Typische Beispiele sind Lagerräume mit wenig Bewegung oder Weinkeller.
 
Ein 4-facher Luftwechsel pro Stunde ist bei zusätzlicher Wärmelast von aussen oder gespeicherter Wärme im Raum sinnvoll. Das gilt zum Beispiel, wenn mehrere Personen im Raum sind, Geräte oder Maschinen Wärme abgeben oder Waren eingebracht werden, die wärmer sind als die gewünschte Raumtemperatur. Für temporäre Klimatisierung, etwa in Büroräumen, ist dieser Wert häufig ein guter Standard.
 
Ein 8-facher Luftwechsel pro Stunde wird empfohlen, wenn die Zieltemperatur möglichst konstant bleiben muss und höhere Wärmelasten auftreten. Das kann beispielsweise in Lebensmittellagern, Laboren oder anderen sensiblen Bereichen der Fall sein.
 
Ein 16-facher Luftwechsel pro Stunde oder mehr ist dann erforderlich, wenn sehr hohe oder stark schwankende Wärmelasten bestehen und die Zieltemperatur in kurzer Zeit erreicht werden muss. Beispiele sind Bereiche mit sensibler Elektronik, Fahrzeuge, technische Prüfumgebungen oder Versuchslabore.
Ein Monoblock-Klimagerät besteht aus einer kompakten Einheit, die direkt im Raum aufgestellt wird. Das Gerät saugt warme Raumluft an, kühlt sie ab und gibt die gekühlte Luft wieder in den Raum zurück. Die dabei entstehende warme Abluft wird über einen Abluftschlauch nach draussen geführt, meist durch ein Fenster oder eine andere Öffnung. Damit möglichst wenig warme Aussenluft zurück in den Raum gelangt, empfiehlt sich in der Regel eine flexible Fensterabdichtung.
 
Ein Splitgerät besteht dagegen aus zwei Teilen: einem Innengerät im Raum und einem Aussenteil, dem sogenannten Kondensator. Das Innengerät kühlt die Raumluft, während die entstehende Wärme über dünnere Leitungen zum Aussengerät transportiert und dort abgeführt wird. Dadurch sind bei Splitgeräten meist kleinere Öffnungen nach draussen erforderlich als bei Monoblock-Geräten, und die Abwärme kann effizienter abgegeben werden.
 
Der praktische Unterschied liegt vor allem in der Handhabung. Ein Monoblock benötigt kein separates Aussengerät und ist dadurch einfacher aufzustellen. Ein Splitgerät arbeitet häufig effizienter, braucht jedoch einen geeigneten Platz für das Aussenteil, zum Beispiel auf einem Balkon oder vor einem Fenster. Wenn das Fenster vollständig geschlossen werden soll, muss die Splitanlage in der Regel vorher entkoppelt werden.
Welche mobile Klimaanlage am besten passt, hängt vor allem von den räumlichen Gegebenheiten ab. Wenn der Raum ein Fenster hat, das geöffnet oder gekippt werden kann, ist ein Monoblock-Klimagerät häufig die einfachste und flexibelste Lösung. Die warme Abluft wird über einen Schlauch nach draussen geführt, während das Gerät im Raum selbst aufgestellt wird.
 
Ein Monoblock ist besonders praktisch, wenn Fenster oder Türen zwischendurch wieder geschlossen werden müssen oder wenn kein geeigneter Platz für ein Aussengerät vorhanden ist. Dadurch lässt sich das Gerät unkompliziert einsetzen und bei Bedarf auch in anderen Räumen verwenden.
 
Wenn Sie hingegen eine gute Möglichkeit haben, ein Aussenteil sicher zu platzieren, zum Beispiel auf einem Balkon, einer Terrasse oder vor einem geeigneten Fenster, kann ein mobiles Splitgerät die bessere Wahl sein. Splitgeräte führen die Wärme effizienter nach draussen ab und benötigen dafür meist kleinere Öffnungen als Monoblock-Geräte.
Ja, wir empfehlen grundsätzlich eine flexible Fensterabdichtung. Sie sorgt dafür, dass warme Aussenluft nicht ungehindert durch das geöffnete Fenster in den gekühlten Raum zurückströmt. Dadurch kann das Klimagerät effizienter arbeiten und die gewünschte Raumtemperatur besser halten.
 
Eine Fensterabdichtung bietet mehrere Vorteile:
 
  • Mehr Effizienz: Warme Luft von aussen wird deutlich reduziert, sodass das Klimagerät weniger Energie aufwenden muss.
  • Bessere Kühlleistung: Die kühle Raumluft bleibt länger im Raum und die Temperatur lässt sich stabiler halten.
  • Schutz vor Insekten: Durch die abgedichtete Fensteröffnung gelangen weniger Insekten in den Raum.
  • Mehr Sicherheit: Haustiere wie Katzen und auch kleine Kinder können nicht so leicht durch das geöffnete Fenster gelangen.


Ja, das Fenster kann in der Regel auch mit montierter flexibler Fensterabdichtung geschlossen werden. Sie müssen die Fensterabdichtung dafür nicht jedes Mal vollständig abmontieren.

Vor dem Schliessen des Fensters entfernen Sie lediglich die Verbindung nach draussen:

  • Beim Monoblock-Gerät: Nehmen Sie den Abluftschlauch aus der Fensteröffnung.
  • Beim Splitgerät: Entfernen Sie die Kühlschläuche beziehungsweise Leitungen zum Aussenteil aus der Fensteröffnung.

Danach kann das Fenster geschlossen werden. Die Fensterabdichtung bleibt montiert und ist beim nächsten Einsatz des Klimageräts schnell wieder verwendbar.
 

Ja, jedes echte Klimagerät erzeugt beim Kühlen Kondenswasser. Wie viel Kondenswasser entsteht, hängt vor allem von der Luftfeuchtigkeit im Raum ab. Je feuchter die warme Raumluft ist, desto mehr Wasser kann beim Abkühlprozess aus der Luft ausgeschieden werden.

Der Grund dafür ist physikalisch einfach: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Wird warme, feuchte Raumluft durch ein Klimagerät abgekühlt, kann sie einen Teil dieser Feuchtigkeit nicht mehr halten. Die überschüssige Feuchtigkeit kondensiert und wird als Wasser sichtbar.
Was mit dem Kondenswasser geschieht, hängt vom jeweiligen Gerätetyp ab.
 
Bei einem Monoblock-Klimagerät wird das entstehende Kondenswasser zunächst in einem internen Tank gesammelt. Dieser Tank sollte regelmässig kontrolliert und bei Bedarf entleert werden, zum Beispiel in einen Behälter oder direkt in einen geeigneten Abfluss. Wird der Tank nicht entleert, kann das Gerät das Wasser intern verdampfen und zusammen mit der warmen Abluft nach draussen führen. Dieser Verdampfungsprozess kann jedoch die Kühlleistung beeinträchtigen.
 
Bei einem Cool Air Splitgerät von climaexpert beziehungsweise clima2rent wird das Kondensat über die Kühlleitungen nach aussen geführt. Dadurch bleibt die Kühlleistung konstant, da das Kondenswasser nicht im Innengerät gesammelt oder zusätzlich verdampft werden muss.

Unsere Empfehlungen zur passenden Gerätegrösse basieren auf:

  • moderaten Wärmelasten im Raum,
  • geringer bis normaler relativer Luftfeuchtigkeit,
  • einer üblichen Raumhöhe und Nutzung,
  • wenigen zusätzlichen Wärmequellen.


Bei grösseren oder komplexeren Räumen kann der tatsächliche Kühlbedarf höher ausfallen. Wenn Sie unsicher sind, welches Gerät zu Ihrer Raumgrösse passt, beraten wir Sie gerne direkt unter info@climaexpert.ch.